Menü
Pressemeldungen Wr Neustadt

Zentrallabor des LK Wiener Neustadt ermöglicht Diagnose von angeborener Anomalie roter Blutzellen

WIENER NEUSTADT. Eine angeborene Anomalie roter Blutzellen kann künftig schneller und sicherer festgestellt werden. Im Landesklinikum Wiener Neustadt ist es gelungen, eine neue Methodik, den EMA-Test, zu etablieren.

„Laut WHO sind etwa 7% der Weltbevölkerung Träger eines erythrozytären Defektes. Dieser angeborene Defekt der Erythrozyten, der roten Blutzellen, kann die Zellmembran oder den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin, betreffen. Beide Formen führen zu einer folgenschweren Auflösung der roten Blutzellen und Blutarmut beim Betroffenen“, erklärt der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt, Dr. Peter Gläser, MBA. Bisher waren diese Erkrankungen vor allem in Afrika und im Mittelmeerraum verbreitet. Durch die Globalisierung werden sie auch bei uns zu einem relevanten Thema.

In der Vergangenheit wurden Anomalien der roten Blutkörperchen bereits mittels Hämoglobin-Elektrophorese diagnostiziert. Seit Neuestem ist im Zentrallabor des LK Wiener Neustadt auch die Abklärung eines Erythrozyten-Membrandefekts bei Patientinnen und Patienten mit angeborener Kugelzellenanämie möglich. Diese neue Methode nennt sich EMA-Test.

„Ziel der NÖ Landeskliniken-Holding ist die bestmögliche Betreuung der Patientinnen und Patienten. Mit der neuen Diagnosemöglichkeit können wir die Versorgung der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher wieder ein Stück ausbauen und verbessern. Der EMA-Test steht über das Landesklinikum Wiener Neustadt ab sofort allen NÖ Kliniken zur Verfügung“, so LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf.

„Beim EMA-Test wird anhand von Färbungen der Zellen die Anomalie festgestellt. Die roten Blutzellen färben sich bei den Betroffenen schwächer als jene der gesunden Kontrollgruppe. Mittels EMA-Test können wir sicher und zeitnah eine korrekte Diagnose stellen und die passende Therapie kann eingeleitet werden“, berichtet Prim.a Dr.in Karin Köhrer, MSc, MBA, Leiterin des Zentrallabors.


Bildtext
v.l: MTF Susanne Körrer, OÄ Dr. Verena Ruso, MTF Birgit Kerschbaumer, der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt, Dr. Peter Gläser, MBA sowie Prim.a Dr.in Karin Köhrer, MSc, MBA, Leiterin des Zentrallabors.

Medienkontakt
Barbara Fenz
Landesklinikum Wiener Neustadt
Tel.: +43 (0)2622 9004-0
E-Mail senden >>